Wo liegen die Sandhöhlen in Blankenburg, und wann ist es dort ruhig?
Die Sandhöhlen im Heers liegen nördlich von Blankenburg (Harz), direkt unterhalb der Felsenburg Regenstein. Laut Touristinformation sind sie der Lieblingsplatz der Kinder. Am ruhigsten ist es im November, Januar und Februar. Start ist der Parkplatz Regenstein, der kleine Rundweg misst 4,83 Kilometer und dauert etwa 80 Minuten.
Dieser Ratgeber enthält Partnerlinks zu Booking.com und Amazon, sie sind mit * markiert und als Werbung gekennzeichnet. GRAND KIN hat Blankenburg für diesen Text nicht besucht. Den Tipp zu Lieblingsplatz und ruhigen Monaten und die Fotos hat die Touristinformation Blankenburg beigesteuert, alle übrigen Angaben stammen von der Stadt und den genannten Betreibern, Stand 23. Oktober 2026.

Wir haben in Blankenburg gefragt, wohin Kinder als Erstes wollen. Die Antwort der Touristinformation kam ohne Umweg: zu den Sandhöhlen unterhalb der Burg und Festung Regenstein, im Waldgebiet Heers. Kein Erlebnispark. Ein Kiefernwald, heller Sand und Bögen im Fels, durch die man hindurchgehen kann.
Blankenburg gehört zu unserem großen Familienführer Harz mit Kindern. Hier steht alles, was Familien für einen Tag an Sandhöhlen, Regenstein und Teufelsmauer brauchen.
Sandhöhlen im Heers: Sand, Bögen, Stempel 81
Der Sand hier ist feiner Quarzsand. Früher wurde er abgebaut und als Scheuersand verkauft, mit dem man Holzdielen blank rieb. Übrig geblieben sind Höhlen und Durchgänge, die heute als Naturdenkmal geschützt sind. An der Großen Sandhöhle hängt die Stempelstelle 81 der Harzer Wandernadel. Wanderer haben sie 2009 zur schönsten Stempelstelle gewählt.

Warum hier keiner auf die Felsen steigt
Sandstein ist weich. Wer auf die Bögen klettert oder Namen einritzt, macht ihn wieder zu Sand. Laut Volksstimme sind die Höhlen seit 1965 etwa zur Hälfte verschüttet. Seit der Pandemie kommen deutlich mehr Besucher, der Leiter des Geoparks spricht laut Volksstimme von Massentourismus. Einen Zaun soll es trotzdem nicht geben, man setzt auf Einsicht. Am Stempelkasten 81 erklärt eine Tafel auf Deutsch und Englisch, was Klettern anrichtet, dazu gibt es eine kurze Geschichte für Kinder. Vorlesen, bevor jemand auf die Bögen will. Unten bleiben, staunen, weitergehen.

Wann es ruhig ist
November, Januar, Februar. Das sagt die Touristinformation, und es ist der wichtigste Satz dieses Ratgebers. Die Sandhöhlen gehören zu den beliebtesten Wanderzielen rund um Blankenburg, an schönen Tagen in der Saison teilt man sie mit vielen.
Wer im Winter kommt, sollte den Kalender des Regenstein kennen. Vom 1. November bis 31. März ist die Festung laut Stadt Blankenburg dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, Einlass bis 15:30 Uhr, an Heiligabend und Silvester geschlossen. Montag heißt also: nur Sandhöhlen. Für Kinder ist das kein Verlust.

Burg und Festung Regenstein: Räume im Fels
Über dem Heers steht der Regenstein, eine Felsenburg aus dem 12. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert verfiel sie, ab 1671 bauten die Preußen sie zur Festung aus. Die Räume sind direkt in den Sandstein gehauen, durch die Öffnungen sieht man weit ins Harzvorland. Der Burgbrunnen reichte 197 Meter tief und wurde 1885 verfüllt. Rund 80.000 Menschen kommen jedes Jahr herauf. Kiosk und Café haben laut Volksstimme seit dem Frühjahr 2026 neue Betreiber.


In den Felsenräumen zeigt eine Ausstellung Keramikgefäße und Scherben in Vitrinen. Auf dem Regenstein finden außerdem Mittelaltermärkte und Wikingerfestspiele statt, dann gelten eigene Zeiten und Preise. Die Termine kennt die Touristinformation.


Regeln, die Eltern kennen sollten (Benutzungsordnung der Stadt): Kinder unter 14 Jahren dürfen das naturbelassene Gelände nur in Begleitung eines volljährigen Erwachsenen betreten. Klettern auf Fels und Mauern außerhalb der Wege, Treppen und Stufen ist verboten, ebenso das Einritzen. Hunde gehören an die Leine.
Eintritt Regenstein (laut Stadt Blankenburg, Gebührenordnung seit 2022):
| Karte | Preis |
|---|---|
| Erwachsene | 4,00 Euro |
| Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren | 2,00 Euro |
| Kinder unter 6 Jahren | frei |
| Familienkarte (2 Erwachsene, bis zu 3 Kinder) | 10,00 Euro |
| mit HarzCard | frei |
| mit Harz Gastkarte | 3,20 Euro, ermäßigt 1,60 Euro |
| Hund | 1,00 Euro |
Öffnungszeiten Regenstein (laut Stadt Blankenburg, Oktober 2026): 1. April bis 31. Oktober täglich 10 bis 18 Uhr, Einlass bis 17:30 Uhr. 1. November bis 31. März dienstags bis sonntags 10 bis 16 Uhr, Einlass bis 15:30 Uhr. An Heiligabend, an Silvester und bei extremem Wetter geschlossen, bei Veranstaltungen gelten andere Zeiten.
Offizielle Seite: Burg und Festung Regenstein
Teufelsmauer: Hamburger Wappen und Großvaterfelsen
Vom Zentrum aus geht es zur Teufelsmauer, einem Grat aus Sandsteinfelsen. Ein Rundweg startet am Parkplatz Schnappelberg gegenüber dem Museum Kleines Schloss, misst knapp 7,9 Kilometer und ist als mittelschwer eingestuft. Gehzeit gut zwei Stunden. Am Großvaterfelsen gibt es Einkehr und Aussicht. Beim Ortsteil Timmenrode stehen drei Felsnadeln, das Hamburger Wappen, mit einem weiteren Stempelkasten der Harzer Wandernadel.


Offizielle Seite: Teufelsmauer
Mit Großeltern und Kinderwagen
Nicht jede Generation will auf den Grat. Die Wanderkarte der Stadt nennt zwei kurze Alternativen: einen Kinderwagenrundweg am Heidelberg mit breiten Waldwegen und sanften Anstiegen, teils mit Wurzeln, also eher für geländegängige Kinderwagen. Und den Mini Rundweg Stiftungswald ab Parkplatz Großes Schloss, mit fünf Stationen zum Leben im Wald.
Familienkarte rechnen: Mit einem Kind ab 6 kostet sie genauso viel wie drei Einzelkarten (4 + 4 + 2 Euro). Ab dem zweiten Kind zwischen 6 und 17 spart sie Geld. Mit HarzCard ist der Eintritt frei.
Winterplan: Die ruhigsten Monate sind laut Touristinformation November, Januar und Februar. Der Regenstein hat dann dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr offen. Montags nur die Sandhöhlen einplanen.
Stempeljagd: Sandhöhlen (Stempelstelle 81), Burgruine Regenstein und Hamburger Wappen haben Kästen der Harzer Wandernadel. Die ersten beiden liegen auf einer Runde von 6,65 Kilometern ab Parkplatz Regenstein, Gehzeit etwa eindreiviertel Stunden.
Vorlesen: Die Tafel am Stempelkasten 81 erzählt Kindern, warum Klettern den Höhlen schadet. Erst lesen, dann laufen.
Praktisch
- Start Sandhöhlen und Regenstein: Parkplatz Regenstein. Der kleine Rundweg zu den Sandsteinhöhlen misst 4,83 Kilometer, dauert etwa 1 Stunde 20 Minuten und ist als leicht eingestuft.
- Start Teufelsmauer: Parkplatz Schnappelberg.
- Touristinformation: Schnappelberg 6, 38889 Blankenburg (Harz), blankenburg.de.
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Wo parkt man für die Sandhöhlen in Blankenburg?
Am Parkplatz Regenstein. Von dort führt der kleine Rundweg zu den Sandsteinhöhlen, 4,83 Kilometer, etwa 1 Stunde 20 Minuten, leicht.
Was kostet der Eintritt auf den Regenstein?
Laut Stadt Blankenburg 4 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder von 6 bis 17 Jahren, Kinder unter 6 frei. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder kostet 10 Euro, mit HarzCard ist der Eintritt frei.
Wann hat der Regenstein im Winter geöffnet?
Vom 1. November bis 31. März dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr, Einlass bis 15:30 Uhr, laut Stadt Blankenburg. An Heiligabend und Silvester ist geschlossen.
Wann ist es an den Sandhöhlen am ruhigsten?
Laut Touristinformation Blankenburg im November, Januar und Februar.
Darf man in den Sandhöhlen klettern?
Die Sandhöhlen sind ein Naturdenkmal. Klettern lässt den weichen Sandstein zerbröseln, eine Tafel am Stempelkasten bittet deshalb darum, unten zu bleiben. Auf dem Regenstein ist Klettern außerhalb der Wege verboten.
Welche Stempelstelle der Harzer Wandernadel sind die Sandhöhlen?
Die Nummer 81, an der Großen Sandhöhle.
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