Welche Luxushotels in Südtirol erlauben Hunde, und welche Regeln gelten unterwegs?
Einige Hotels der oberen Kategorie nehmen Hunde auf, meist für 25 bis 35 Euro pro Tag und mit klaren Grenzen: kein Spa, oft kein Restaurant. Unterwegs gilt in Italien eine Leine von höchstens 1,5 Metern. In Bus und Zug ist meist ein Maulkorb vorgeschrieben, dazu ein Fahrschein.

Der Hund gehört zur Familie. Das Fünf Sterne Hotel sieht das nicht immer so.
In Südtirol entscheidet jedes Haus selbst, ob und wo Hunde willkommen sind. Die Unterschiede liegen im Kleingedruckten: in welcher Zimmerkategorie, ob im Speisesaal, ob auf der Liegewiese. Wer mit drei Generationen und Hund reist, liest es vor der Buchung.
Welche Hotels der oberen Kategorie nehmen Hunde auf?
Vier Beispiele, jeweils nach Angaben auf der Hotelseite im Oktober 2026:
- Quellenhof Luxury Resort Passeier, fünf Sterne: 25 Euro pro Tag ohne Futter. Kein Zutritt zum Wellnessbereich, zu den Liegewiesen und zu den meisten Speisebereichen.
- Alpenpalace im Ahrntal, fünf Sterne: 35 Euro pro Tag ohne Futter, nur in der Kategorie Suite Naturell. Nicht im Restaurant und nicht im Wellnessbereich.
- Tratterhof in Meransen: 35 Euro pro Tag ohne Futter, nicht in allen Suiten. Kein Spa, gegessen wird mit Hund in einer eigenen Stube.
- Familiamus in Meransen, fünf Sterne: Haustiere auf Anfrage und gegen Aufpreis, einen Betrag nennt das Hotel nicht. Das Haus beschreibt unser Dossier über das Familiamus.
Das Hotel Lamm in Kastelruth schreibt auf seiner Seite nur, dass Haustiere nicht ins Restaurant dürfen, das Portal suedtirol.info führt es als hundefreundlich. Fragen Sie in solchen Fällen schriftlich nach Preis, Zimmerkategorie und den Bereichen, in die der Hund darf.
Darf der Hund mit ins Restaurant?
Ein landesweites Verbot gibt es in Italien nicht. Ob Hunde in den Gastraum dürfen, entscheidet der Betreiber, ein Verbot muss er sichtbar aushängen. Gesetzlich tabu sind nach europäischem Hygienerecht nur die Bereiche, in denen Lebensmittel zubereitet, behandelt oder gelagert werden, also Küche und Lager.
Hotels lösen das unterschiedlich. Manche lassen Hunde gar nicht in die Speiseräume, andere richten wie der Tratterhof eine eigene Stube ein. Ob der Hund am Frühstücksbuffet vorbei darf, ist deshalb keine Frage des Gesetzes, sondern der Hausordnung.
Was gilt in Bus, Zug und Seilbahn?
Im Verbund Südtirolmobil fährt der Hund angeleint mit und belegt keinen Sitzplatz. Ein Maulkorb ist laut Südtirolmobil in der Regel vorgeschrieben, ausgenommen sind Blindenhunde.
- Fahrschein: 2 Euro pro Einzelfahrt oder 3,50 Euro für die Tageskarte. Ein Tier in Tasche oder Box fährt als Gepäck kostenlos.
- Regionalzüge: Die Regeln gelten im ganzen Verbundgebiet, auch in den Regionalzügen bis Trient.
- Seilbahnen: Für die Seilbahnen im Verbund, etwa die Rittner Seilbahn, braucht der Hund eine eigene Fahrkarte, die es nicht online gibt. Die Seilbahnen Kohlern, Vöran und Mölten haben eigene Tarife, und nicht jede Seilbahn verlangt einen Maulkorb.
Welche Regeln gelten auf Wegen, Almen und im Nationalpark?
In Italien gilt in Orten und an öffentlich zugänglichen Orten eine Leine von höchstens 1,5 Metern. Einen Maulkorb müssen Sie immer dabeihaben und anlegen, wenn es gefährlich wird oder eine Behörde es verlangt. So regelt es eine Verordnung des Gesundheitsministeriums aus dem Jahr 2013, die seither verlängert wird.
Auf Almen mit Weidevieh rät der Südtiroler Bauernbund, Hunde an der kurzen Leine zu führen. Der Alpenverein Südtirol bittet, Hunde am Berg anzuleinen, und im Nationalpark Stilfser Joch weist ein Verhaltenskodex darauf hin, den Hund immer an der Leine zu halten. Hundekot gehört in den Beutel.
Gibt es eine Hundesteuer für Urlauber?
Nein. Die Landesregierung hatte für 2026 eine Abgabe von 1,50 Euro pro Tag für Hunde von Gästen geplant, dazu 100 Euro im Jahr für Einheimische. Im November 2025 zog Landesrat Luis Walcher den Entwurf zurück, weil keine Mehrheit im Landtag in Sicht war.
Bestehen bleibt das DNA Register, mit dem Südtirol Hundekot zuordnen will. Es betrifft laut ADAC die Hunde von Einheimischen, nicht die von ausländischen Urlaubern.
Was gehört für den Hund ins Gepäck?
- Papiere: EU Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und Mikrochip.
- Maulkorb: passend und ausprobiert, nicht nur irgendwo im Kofferraum.
- Leine: höchstens 1,5 Meter für Orte, eine kurze Leine für Almen mit Kühen.
- Für das Hotel: eigene Decke und Napf, viele Häuser stellen beides nicht.
- Kotbeutel: reichlich, auch für Wanderungen.
Mit Hund ins Luxushotel oder lieber ins Chalet?
Nehmen Sie die Einschränkungen im Hotel in Kauf, oder wäre ein Chalet mit eigenem Garten für Hund und drei Generationen die entspanntere Wahl?
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Was kostet ein Hund im Luxushotel in Südtirol?
Bei den Beispielen in diesem Ratgeber 25 bis 35 Euro pro Tag ohne Futter, laut den Hotelseiten im Oktober 2026.
Brauchen Hunde in Südtirol einen Maulkorb?
Mitführen müssen Sie ihn immer. In Bus und Zug von Südtirolmobil ist er in der Regel vorgeschrieben, Seilbahnen regeln das teils selbst.
Gibt es in Südtirol eine Hundesteuer für Touristen?
Nein. Die geplante Abgabe von 1,50 Euro pro Tag wurde im November 2025 zurückgezogen.
Dürfen Hunde in Südtirol ins Restaurant?
Das entscheidet der Betreiber. Gesetzlich ausgeschlossen sind nur Bereiche, in denen Lebensmittel zubereitet oder gelagert werden.
Quellen: Quellenhof: Nützliche Informationen, Alpenpalace: Buchungsinformationen, Tratterhof: Urlaub mit Hund, Familiamus: Leistungen und Infos, Hotel Lamm: Restaurant Infos, Südtirolmobil: Tiermitnahme, Südtirolmobil: Seilbahnen, suedtirol.info: Urlaub mit Hund, Land Südtirol: Verhalten gegenüber Weidevieh, Alpenverein Südtirol: Fair unterwegs mit Hund, Studio Cataldi: Hunde in Lokalen, ORF: Hundesteuer in Südtirol gestoppt, ADAC: Südtirol und Hunde, Your Europe: Reisen mit Haustieren. Alle Angaben ohne Gewähr. Unsere Texte entstehen mit KI Unterstützung und werden von Herausgeber Lars Laschinski verantwortet: Ratgeber in fünf redaktionellen Stimmen auf Grundlage von Pressematerial und öffentlichen Quellen, Dossiers und Reportagen mit dem Vermerk Selbst besucht auf Grundlage eigener Aufenthalte des Herausgebers oder unserer Redakteure. So arbeiten wir



