Wie reist eine Familie in Luxus, ohne das Budget zu sprengen?
Wir sparen bei allem, was eine Reise nicht besser macht: Billigflieger, Fahrten per App, Essen vom Markt. Das gesparte Geld fließt in wenige Momente, an die sich Kinder und Großeltern erinnern: ein Haus der Spitzenklasse, frischer Trüffel am Tisch, ein Abendessen hoch über Malta.


Das High Low Prinzip
Wer mit Kindern reist, steht vor einer Frage: Sollen die Kinder ein Land so erleben, wie es ist, mit Markt, Bus und Garküche? Oder soll der Urlaub auch für die Eltern ein Genuss sein, mit einem guten Bett und einem Abendessen, über das man noch Jahre spricht? Wir haben uns für beides entschieden und nennen es das High Low Prinzip.
Es geht nicht darum, viel Geld auszugeben, sondern es an der richtigen Stelle auszugeben. Wir fliegen mit Billigfliegern, lassen uns per App fahren und essen mittags auf die Hand. Was wir dabei sparen, steckt in wenigen Momenten, die bleiben: frischer Trüffel am Tisch, ein Abendessen in 50 Metern Höhe auf Malta, ein Haus der Spitzenklasse, ein Menü in einem sehr guten Restaurant.
Wo wir sparen, wofür wir ausgeben
| Bereich | Low: hier sparen wir | High: hier geben wir aus |
|---|---|---|
| Unterwegs | Billigflieger, Fahrten per App, auf Malta der Linienbus, von Brügge nach Knokke der Zug für 3,40 Euro | ein Mietwagen mit Bodenfreiheit, wo die Straße ihn verlangt, etwa in den Karpaten und im Kaukasus |
| Essen | Streetfood auf die Hand, Schafskäse vom Markt | frischer Trüffel am Tisch, ein Menü im Spitzenrestaurant, Hummer auf hoher See |
| Erleben | Altstädte zu Fuß, Kirchen und Märkte | Dinner in the Sky auf Malta, ein Tisch in 50 Metern Höhe |
| Wohnen | hier sparen wir nicht | Häuser der Leading Hotels of the World, von Relais & Châteaux und Design Hotels |
Unsere Stationen
In unseren Reportagen liegen die Gegensätze oft dicht beieinander. In Rumänien führte uns eine Fahrt durch die Karpaten von alten Festungen zu einem Haus aus Schindeln und Holz im Naturpark Piatra Craiului. Auf Malta wohnten wir im Phoenicia vor den Toren Vallettas, in Georgien im Rooms Hotel Kazbegi unter dem Kasbek, der oft in den Wolken steckt. Mit der Mein Schiff Flow ging es im Juli 2026 von Palma über Rom und Pompeji bis Palermo und Barcelona, und in Bukarest stehen bröckelnder Backstein und Paläste der Belle Époque Tür an Tür. Dazu kommen Dubai mit dem Atlantis The Palm, Südtirol mit dem Familiamus und Brügge, von wo wir für 3,40 Euro mit dem Zug ans Meer nach Knokke gefahren sind. Im Burgund war unser Redakteur Knut Alex im Domaine de Rymska, einem Gestüt mit Restaurant, das mit Produkten vom eigenen Hof kocht. Bei Bordeaux besuchte er das Château Lafaurie Peyraguey, das Hotel von Lalique, dessen Restaurant zwei Michelin Sterne hat. In der Bretagne wohnte er im Domaine de Rochevilaine auf einer Landzunge über dem Atlantik, wo der Küchenchef selbst fischt.










